Historie Abteilungsleitung

Historie

Die Abteilung Turnen ist die älteste Abteilung des SV Lok Blankenburg. Die Gründung erfolgte im März 1950. Gründungsmitglieder waren Paul Selle, Kurt Bittorf, Walter Töpel, Gerhard Winnig, Herbert Rasehorn, Lieselotte Hinze, Hannelore Grimmig.
Erster Sektionsleiter war Paul Selle. Die treibende Kraft in der Sektionsleitung war Kurt Bittorf. Gemacht wurde, was er anregte und in die Wege leitete. Und das war gut so!
Als Übungsleiter entdeckte und trainierte er die späteren DDR-Meister und die in der Turnnationalmannschaft turnenden Günter Nachtigall (Olympiateilnehmer 1960 in Rom und 9x DDR-Meister im Mehrkampf und an Geräten), Siegfried Töpel (4x DDR − Meister im Mehrkampf/Geräten) und Heide Reinsch geb. Schannor DDR- Meisterin in der künstlerischen Gymnastik.
In den 60er Jahren war die Gymnastikgruppe der BSG Lok Blankenburg bei DDR-Ausscheiden, FDGB Pokalwettkämpfen und Bezirksmeisterschaften sehr erfolgreich.
Ende der 60er Jahre machten vor allem Ute Preuß und Margret Gerlach von sich Reden. Beide wurden 1969 zum SC Chemie Halle delegiert. Ute Preuß wurde 1970 DDR-Meisterin in der Kinderklasse und wurde später Mitglied der Turnnationalmannschaft der DDR. Die Gründung der Trainingszentren im weiblichen und männlichen Bereich im Jahre 1968 war ein weiterer wichtiger Schritt in der sportlichen Entwicklung der Abteilung. Besonders talentierte Turnerinnen und Turner wurden zum SC Chemie Halle und dem ASK Potsdam delegiert (u.a. Detlef Leineweber, Heiko Gericke, Wolfgang Schläger, Jörg Friedrich). Im Jahre 1968 wurde die Tradition des Harzer Volksturnfestes wiederbelebt. Initiatoren waren Hans Voigt und Kurt Bittorf. Zum 1. HVTF kamen ca. 80 Teilnehmer nach Blankenburg, darunter auch viele Prellballspieler, denn bis 1977 stand auch das Prellballspiel mit auf dem Programm. 1977 wurde mit 563 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung erreicht. Ein weiterer Höhepunkt war das 20.HVTF 1987 mit über 300 Teilnehmern. In den Jahren 1968-1992 wurde das HVTF insgesamt 23 x durchgeführt. Das HVTF war die größte und aufwendigste Veranstaltung der Sektion. Namen wie K. Bittorf, W. Löffelmann, J.Dimter, G. Walter, F. Hoffmann, H. Röthig, M. Huchtemann, H. Schmidtke, H. Gall und die Fam. Fernitz stehen stellvertretend für alle anderen, die für das Gelingen der HVTF sorgten. Nach 1992 wurden keine weiteren HVTF mehr durchgeführt, da der Aufwand von der Abteilung nicht mehr zu bewältigen war, weder personell noch finanziell. Auch bei den Turn- und Sportfesten in Leipzig und vielen anderen Wettkämpfen auf Bezirks- und Republiksebene waren unsere Turnerinnen und Turner sehr erfolgreich. Nach dem Abbrand der Turnhalle der August-Bebel-Schule 1984 war ein ständiger Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Nach der Wende 1990 kam es zu einem weiteren großen Einbruch. Die Mitgliederzahl ging auf 83 zurück. Zurückzuführen war das darauf, dass das Trainingszentrum aufgelöst wurde und das Mädchenturnen wegen Übungsleitermangels nicht mehr durchgeführt werden konnte. Auch wurde der Trainingsbetrieb der künstlerischen Gymnastik eingestellt. Durch die Gewinnung von zusätzlichen neuen Übungsleiterinnen konnte im Jahre 1996 wieder eine Gruppe von ca. 25 Mädchen aufgebaut werden. Seit dieser Zeit hat sich die Mitgliederzahl kontinuierlich stabilisiert und erhöht. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass ca. 35 Mädchen und Jungen im Kinder-und Jugendbereich unter Anleitung von 8 Trainern und Übungsleitern trainieren und erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen. Auch zwei Frauengruppen und eine Männergruppe trainieren regelmäßig in der Abteilung.